Der Markt für neue Personenwagen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein hat im Oktober das zweite Monatsplus in Folge erzielt. Mit 17’185 wurden 14,1 Prozent Neuimmatrikulationen mehr registriert als im Vorjahresmonat, der mit 15’060 Fahrzeugen der schwächste Oktober des laufenden Jahrtausends war. Die Zeichen mehren sich, dass der Tiefpunkt der derzeitigen Lieferschwierigkeiten, verursacht durch Chip- und Teilemangel infolge von Pandemie und Ukraine-Krieg, überwunden sein könnte. Der kumulierte Rückstand auf das Vorjahr von derzeit 7,9 Prozent kann so möglicherweise noch deutlich verringert werden.

Bis Ende Oktober sind dieses Jahr insgesamt 179’791 neue Personenwagen auf die Strassen der Schweiz und Liechtensteins gekommen. Der Vorjahreswert von 195’133 scheine nicht mehr so deutlich ausser Reichweite zu sein wie noch vor wenigen Monaten, kommentiert auto-schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik das Marktgeschehen: «Die Versorgung der Automobil-Hersteller mit Teilen hat sich etwas stabilisiert, was zu einer Verbesserung der Liefersituation führt. Wir sind natürlich noch lange nicht wieder auf Normal-Niveau, doch die Tendenz ist klar positiv.» Zum Ergebnis des Gesamtvorjahres von 238’481 Immatrikulationen fehlten nun noch knapp 59’000 Fahrzeuge, so Wolnik weiter. «In einem normalen Jahr wäre das in zwei verbleibenden Monaten zu schaffen. Wir sind zuversichtlich, dass der Markt zumindest nahe an das Vorjahresergebnis herankommt.»

Ein Viertel Steckerfahrzeuge, ein Viertel Hybride
Der Marktanteil der alternativen Antriebe liegt nach zehn Monaten bei 49,4 Prozent (Vorjahr: 42,4 %) und könnte bis zum Jahresende noch die 50-Prozent-Marke überspringen. Dabei teilen sich die Motorisierungen hälftig in Hybridantriebe ohne Lademöglichkeit (24,9 %) und Steckerfahrzeuge auf, wobei Elektroautos auf 16,1 Prozent (Vorjahr: 11,6 %) und Plug-in-Hybride auf 8,3 Prozent Marktanteil kommen. Dabei haben lediglich Letztere leicht an Marktanteilen eingebüsst (-0,6 Prozentpunkte), was vor allem auf die vorrangige Produktion und Auslieferung von vollelektrischen Modellen bei einigen Herstellern zurückzuführen ist. Gas-, Wasserstoff- und diverse Antriebe stellen den Rest der Alternativ-Zulassungen. Benziner machen nach wie vor den Hauptteil des Marktes aus (38,5 %; Vorjahr: 43,5 %), der Diesel kommt auf 12,1 Prozent Anteil an den Immatrikulationen (Vorjahr: 14,0 %).

Quelle: AutoSchweiz